Gasvergleich Berlin: Was die GASAG-Grundversorgung wirklich kostet
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Berlin hat rund 1,9 Millionen Haushalte, und ein großer Teil davon bezieht Gas bereits seit Jahren im Grundversorgungstarif der GASAG. Wer nie aktiv gewechselt hat, landet dort automatisch. Berliner Haushaltskunden sollten das einmal im Jahr prüfen. Bequem ist das, günstig nicht: Zwischen der Grundversorgung und dem preiswertesten Gasanbieter in Berlin liegen je nach Verbrauch mehrere hundert Euro im Jahr. Berlinerinnen und Berliner, die ihre aktuellen Gaspreise einmal vergleichen, sehen den Abstand in unter drei Minuten. Es genügt die Postleitzahl. Ein Gasvergleich lohnt sich dabei in jedem Jahr aufs Neue, nicht nur beim ersten Mal. Wer die Möglichkeit nutzt, spart dauerhaft.
Grundversorger Berlin: die GASAG
Die GASAG AG ist für das Netzgebiet Berlin als Grundversorger bestimmt, aktuell für den Zeitraum 2025 bis 2027. Diese Rolle wird in der Regel alle drei Jahre neu vergeben und geht an den Gasversorger mit den meisten Haushaltskunden im Gebiet. In Berlin GASAG heißt das: Wer nichts unternimmt, bleibt dort. Der zugehörige Tarif heißt ERDGAS Komfort.
Wichtig zu wissen: Grundversorgung bedeutet Versorgungssicherheit, nicht den besten Preis. Der Tarif ist jederzeit mit zwei Wochen Frist kündbar und liegt fast immer über den Angeboten im freien Markt. Die GASAG selbst führt daneben Sondertarife mit Preisgarantie, die schon deutlich günstiger ausfallen. Wer wechseln möchte, sollte innerhalb der GASAG folgende Möglichkeit zuerst prüfen und sie dann gegen den freien Markt stellen. Für Haushaltskunden ist das der schnellste Einstieg.
Netzbetreiber Berlin: NBB
Das Berliner Gasnetz betreibt die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Sie kümmert sich um Leitungen, Zähler, Wartung und Störungen, unabhängig davon, bei welchem Gasversorger Du Kunde bist. Für die Energieversorgung in Berlin und Brandenburg ist das dieselbe Gesellschaft, und sie gilt als zuverlässiger Betreiber. Der Netzbetreiber hängt allein am Wohnort und lässt sich nicht wählen.
Genau deshalb ändert sich beim Anbieterwechsel physikalisch nichts. Das Gas kommt weiter durch dieselbe Leitung, abgelesen wird derselbe Zähler. Es wechselt nur, wer Dir die Energie verkauft und abrechnet. Für Kundinnen und Kunden bleibt sonst alles gleich. Die Netzentgelte der NBB stecken in jedem Berliner Gastarif, auch bei bundesweiten Anbietern.
Welche Gasanbieter in Berlin liefern
Neben der GASAG beliefern zahlreiche überregionale Gaslieferanten das Berliner Netzgebiet. Dazu zählen E.ON, Vattenfall, eprimo, ENTEGA und E WIE EINFACH, dazu regionale Marken wie NaturGas. Welche Gastarife tatsächlich verfügbar sind, hängt an Deiner Postleitzahl: In Berlin reicht der Bereich von 10115 in Mitte bis 14199 in Wilmersdorf. Wer in Berlin wechseln will, sollte die Angebote deshalb immer für die eigene Adresse prüfen.
Die Unterschiede zwischen den Gaslieferanten sind erheblich, und zwar nicht nur beim Preis. Achte auf folgende Punkte, bevor Du einen neuen Gasvertrag abschließt:
- Preisgarantie über mindestens zwölf Monate, besser über die gesamte Laufzeit
- günstige Konditionen auch im zweiten Jahr, nicht nur im Aktionszeitraum
- Vertragslaufzeit von höchstens zwölf Monaten
- Kündigungsfrist von maximal einem Monat
- keine Vorkasse und keine Kaution
- Bonus im zweiten Jahr gegenrechnen, nicht nur im ersten
Verbrauch richtig einschätzen
Der Gasverbrauch entscheidet, welcher Tarif für Dich der beste ist. Ein niedriger Grundpreis nützt bei hohem Verbrauch wenig, ein niedriger Arbeitspreis bei kleiner Wohnung kaum. In unserem Rechner gibst Du den Wert direkt ein.
| Wohnsituation in Berlin | typischer Jahresverbrauch |
|---|---|
| Altbauwohnung, 60 m² | rund 9.500 kWh |
| Neubauwohnung, 80 m² | rund 10.000 kWh |
| Reihenhaus, 120 m² | rund 19.000 kWh |
| Einfamilienhaus, 150 m² | rund 24.000 kWh |
Berlins Altbaubestand mit hohen Decken treibt den Verbrauch spürbar nach oben. Diese Werte sind nur ein Beispiel: Verlässlicher als jede Schätzung ist die Zahl von der letzten Jahresabrechnung Deines bisherigen Anbieters. Wer Strom und Gas beim selben Unternehmen bezieht, sollte beide Sparten getrennt durchrechnen. Das Bündeln der Energieversorgung bringt seltener einen Vorteil, als die Werbung nahelegt.
So läuft der Wechsel ab
Du wählst den Gastarif aus, alles Weitere übernimmt der neue Anbieter. Er kündigt beim alten Versorger fristgerecht und meldet die Belieferung bei der NBB an. Das geht schnell und ganz einfach, meist in wenigen Minuten. Nach zwei bis sechs Wochen beginnt die Lieferung, Du liest einmal den Zählerstand ab und meldest ihn.
Eine Versorgungslücke ist ausgeschlossen. Fällt ein Gasversorger aus, springt die GASAG als Grundversorger automatisch wieder ein. Diese Sicherheit ist gesetzlich garantiert. Sie ist der Grund, warum ein Wechsel für die Zukunft deutlich weniger riskant ist, als viele Kunden annehmen: Die Versorgung bleibt in jedem Fall zuverlässig. Die Kündigung des alten Vertrags musst Du dafür nicht selbst in die Hand nehmen.
Steigt Dein Gaspreis, greift ein Sonderkündigungsrecht: Dann kannst Du unabhängig von der vereinbarten Laufzeit kündigen und sofort zu einem günstigeren Vertrag wechseln.
Häufige Fragen zum Gasvergleich in Berlin
Wer ist Grundversorger für Gas in Berlin?
Die GASAG AG, bestimmt für den Zeitraum 2025 bis 2027. Wer nie aktiv einen Gasvertrag abgeschlossen hat, wird automatisch von ihr im Tarif ERDGAS Komfort beliefert.
Wie viel können Berliner Haushaltskunden sparen?
Das hängt am Verbrauch. Bei 20.000 Kilowattstunden liegen zwischen Grundversorgung und dem preiswertesten Angebot im Berliner Netz häufig 500 bis 700 Euro pro Jahr. Bei einer 60-Quadratmeter-Wohnung mit 9.500 kWh sind es meist 240 bis 350 Euro.
Wer ist Netzbetreiber in Berlin?
Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Sie ist für Leitungen, Zähler und Störungen zuständig, unabhängig vom gewählten Anbieter, und lässt sich nicht frei wählen. Für die Sicherheit der Versorgung macht das keinen Unterschied.
Muss ich bei der GASAG selbst kündigen?
Nein. Der neue Gasanbieter übernimmt die Kündigung fristgerecht. Nur beim Umzug oder bei einer Sonderkündigung wegen Preiserhöhung lohnt es sich, selbst zu kündigen und die Bestätigung aufzubewahren.